BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:https://github.com/derhansen/sf_event_mgt
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:1731-3411@fg-wi-bia.gi.de
CLASS: PUBLIC
SUMMARY:4. Workshop
DESCRIPTION:Autor:\n\nProf. Dr. Bodo Rieger, Universität Osnabrück, FB9-IMU
 -BWL/WI-II, Katharinenstr. 3, D-49069 Osnabrück, Tel. ++49-541-969-4825, Fa
 x: ++49-541-969-1227, EMail: brieger@oec.uni-osnabrueck.de\n\nZiel:\n\nZiel
  des Workshops war es, vor dem Hintergrund aufkommender MSS-Komponenten-Ans
 ätze in Standardsoftware, speziell EIS-add-ins in SAP und Baan/Triton, grun
 dsätzlich Formen und Aspekte einer Integration von MSS und Standardsoftware
  im Hinblick auf F&E-Aktivitäten zu sammeln und zu strukturieren. Als Neben
 effekt sollte eine vertiefende Folgeveranstaltung im Hause eines Standardso
 ftware-Anbieters vorbereitet werden.\n\nGrundsätzlich ergeben sich zwei Bli
 ckwinkel bzw. Heransgehensweisen:\n\na) von Standardsoftware (Server) zu MS
 S (Client):\n\nHier steht der komfortable Datenzugriff von MSS auf Standard
 software im Mittelpunkt. Relevante Aspekte unter den als unterstützungsbedü
 rftig befundenen Qualitätskriterien der Konsistenz sowie des Gehalts, der R
 elevanz und der Aktualität von MSS-Informationen sind dabei:\n\n 	standardi
 sierte Exportschnittstellen in Standardsoftware, die mehr als ASCII-Files p
 roduzieren sollten, z.B. gängige relationale Datenbankformate, für die spez
 ialisierte MSS-Software bereits Import-Treiber besitzen 	oder besser, stand
 ardisierte Schnittstellen, über die, z. B. im SQL-Standard, Extrakt-Spezifi
 kationen aus der MSS-Software bedient werden können, sowohl statisch-manuel
 l/zeitgesteuert als auch dynamisch (Hot-Links) 	für die Inhalte der Extrakt
 ion sind Exception-Reporting- und Data-Mining-Funktionalitäten in MSS relev
 ant, deren methodische Basis erweiterungsbedürftig erscheint, speziell in B
 ezug auf die Beschreibung komplexer Filter; denkbar ist hier eine Data-Mini
 ng-basierte MSS-Komponente, die den Datenbestand der Standardsoftware nach 
 allgemeinen und speziellen, Benutzer-definierten Tatbeständen durchsucht, u
 nd die als Ergebnis im Sinne eines "Extrakt-Generators" Extrakt-Spezifikati
 onen für die Standardschnittstelle generiert; denkbar ist insbesondere aber
  auch eine sich aus den Analyse-Methoden/Rechnungen von MSS/DSS-Modellen ab
 geleitete Extrakt-Generierung, was dem - angesichts einer Überschwemmung de
 s Markts mit primär oberflächen-zentrierten PC-Tools - beklagenswerten Qual
 itätsverlust im MSS-Bereich eingesetzter Methoden entgegenwirken könnte. 	n
 eben dem (bisher ausschließlich) betrachteten Datentransfer erscheint im Hi
 nblick auf die MSS-Modellierung eine inhaltliche Ausweitung auf Metadaten i
 n der Standardsoftware notwendig und sinnvoll; dort zunehmend definierte Fa
 kten und Zusammenhänge (Definitionen, Dimensionen, Hierarchien, Workflow) k
 önnten direkt für die (datengetriebene) Modellierung, sowohl in DSS als auc
 h EIS, angezapft werden und potentielle Fehlerquellen der bis heute gängige
 n, erneuten Modellbildung in MSS reduzieren helfen: somit erweitert sich di
 e o. g. (Daten-)Schnittstellen-Problematik auf die in Standardsoftware enth
 altenen oder von ihr benutzten Data-Dictionaries/Repositories bzw. Customiz
 ing/Modeling-Werkzeuge; hier zeichnet sich Kooperationsbedarf zu anderen GI
 -FGen ab. 	zur Frage, wo und wie denn nun die selektierten, relevanten Meta
 /Daten der Standardsoftware zu halten sind, ergeben sich Berührungspunkte z
 u den Themen Data-Warehouse und OLAP-Server, die angesichts der weit über d
 as Standardsoftware-Material hinausgehenden Anforderungen von MSS (andere i
 nterne, externe, un/formatierte Daten, Audio/Video, etc.) noch intensiv bel
 euchtet und "gestaltet" werden müssen, um als universeller "MSS-Datenserver
 " fungieren zu können. \n\nb) von MSS (Server) zu Standardsoftware (Client)
 :\n\nHier steht die methodisch-qualitative Aufwertung von Standardsoftware-
 Funktionen im Mittelpunkt. Eine diesbezügliche, systematische Analyse von E
 ntscheidungs(-Unterstützungs)-Funktionen in Standardsoftware-Komponenten kö
 nnte den vermutbaren DSS-gap explizit machen: vieles scheint suboptimal, he
 uristisch, nach dem Motto des "muddling-through", wenig modellbasiert und n
 och weniger DSS-Methoden-basiert (Optimierung, Simulation, Sensitivitätsana
 lysen) realisiert zu sein. Relevante Ansatzpunkte für eine MSS-Dienstleistu
 ng sind dabei:\n\n 	eine Art "outsourcing" von Informations- und Entscheidu
 ngs-Prozeduren in Standardsoftware-Komponenten (anstelle einer zumeist prim
 itiven Reimplementierung), z. B. bei der Lieferantenauswahl, der Produktion
 sprogrammplanung etc. 	eine Unterstützung der Gestaltung der in der Standar
 dsoftware zu implementierenden Geschäftsprozesse(Work/Groupflow) im Sinne e
 ines DSS-driven process reengineering; die Standardsoftware und ihr Unterne
 hmensmodell werden selbst zum Analyseobjekt; MSS will hier natürlich nicht 
 den Job "neu" erfinden, sondern lediglich für eine Integration des methodis
 chen "Erfahrungsschatzes" plädieren. \n\nDiese (und weitere) Aspekte sollen
 /könnten im nächsten Workshop zusammen mit einem namhaften Standardsoftware
 -Anbieter expliziert, diskutiert und validiert werden. Herr Kollege Uhr hat
  hierfür zwischenzeitlich mit Herrn Dr. Sinzig (SAP) den 10./11.10.96 im Ha
 use SAP, Walldorf, vereinbaren können.
LOCATION:Institut für Wirtschaftsinformatik (IWI), Universität St. Gallen (
 SCHWEIZ)
DTSTAMP:20181205T083122Z
DTSTART:19960228T230000Z
DTEND:19960301T225900Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR
